Soziales Lernen

Mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 wird für die fünften bis achten Schuljahrgänge der Lernbereich „Soziales Lernen“ eingeführt.


In einer immer komplexer und vernetzter werdenden Welt steigen die Anforderungen an den einzelnen, sich sozial angemessen zu verhalten. Zugleich nehmen die Möglichkeiten Sozialverhalten einzuüben in der Gesellschaft ab. Die Familie kann diese Aufgaben längst nicht mehr allein leisten. Zudem ist Schule auch der Ort, an dem die Verhaltensprobleme der Kinder und Jugendlichen besonders deutlich werden. Da gehäufte Verhaltensauffälligkeiten die Lernatmosphäre und damit auch die Entwicklungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler beeinträchtigen, muss unserer Meinung nach Schule und vor allem den Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit gegeben werden, soziales Verhalten frühzeitig und gezielt zu fördern.

Mit dem „Sozialen Lernen“ soll der Entstehung von Konflikten vorbeugend entgegengewirkt werden. Zugleich sollen die Schüler konfliktfähig werden, d.h. sie sollen lernen, sich offen mit Problemen auseinanderzusetzen und sie angemessen zu lösen. Die Gruppenentwicklung in den Klassen soll gefördert und die einzelnen Persönlichkeiten gestärkt werden. Durch den Erwerb sozialer Kompetenzen wie Achtung und Toleranz, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Einfühlungsvermögen und Kompromissbereitschaft können Schüler Verantwortung für ihr Verhalten und Lernen übernehmen. Ziel ist die Entwicklung vom ICH zum WIR, also vom ich-bezogenen Denken zum gemeinschaftlichen Handeln.

„Soziales Lernen“ wird in den Klassenstufen fünf und zehn einstündig von den Klassenlehrerinnen und -lehrern erteilt.